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Die letzten Tage vergingen wie im Traum. Irgendwie ist meine Erinnerung an den Blutwald unscharf, es wirkte alles unecht, wunderschön jedoch irgendwie mit einem seltsamen Beigeschmack, als hätte ich zu viel Wein zu mir genommen. An richtige Details kann ich mich nicht erinnern, nur an ein unreales Verlangen der Herrscherin des Waldes, der wundervollen Alachia irgendwie zu Diensten zu sein.

Dabei hatte alles so gewöhnlich angefangen.

Wir hatten den Wald nach einigen Tagen Reise vom Midland Handelsposten erreicht. Ein undurchsichtiges Dickicht aus Ranken und Pflanzen stellte sich uns in den Weg. Rein mussten wir, Weg war keiner zu sehen, also beschlossen wir auf gut Glück unseren Weg in den Wald zu bahnen. So grün und lebendig sah der Wald von aussen aus, Blumen, Farben und Gerüche schwemmten uns entgegen als wir die Grenze des Waldes passierten.

Jedoch schon ach ein paar Schritten änderte sich unsere Wahrnehmung, unzählige Dornen und Kletten zerrten an unseren Kleidern. Der Waldboden war moosig und feucht, der Boden war durchtränkt mit einer zähen Flüssigkeit die an unseren Schuhen kleben blieb. Mühsam und sehr langsam war unser Weiterkommen, als wir aus heiterem Himmel einer Gruppe Elfen gegenüberstanden. Pfeile und Speere waren auf uns gerichtet. Nur das Präsentieren des Runenstabes, und das beteuern das wir eine Nachricht von größter Wichtigkeit für die Königin Alachia hätten bewahrten uns vor dem Schicksal hier aufgespießt zu werden. Diese Elfen ware anders als ich sie mir erwartet hatte... unglaublich schön und wohlgeformt, jedoch der Anblick der Dornen die Ihre Haut durchstießen, und der endlose Strom aus Blut der an diesen Dornen abperlte dämpften dieses Bild, schön und verderbt.. eine furchtbare Existenz, der andauernden Schmerz in ihren Augen. Ein fürchterlicher Gedanke kam mir, was nun diese Flüssigkeit im Boden des Waldes wirklich war... ich vermied es aber dies meinen Kameraden mitzuteilen...

Wie von Geisterhand teilte sich der Wald vor uns und wir konnten von alle dem Gewächsen unbehelligt weiter reisen. Wir wurden immer weiter in den Wald hinein eskortiert. Nach einige Stunden standen wir davor... dem Legendären Hölzernen Kaer der Blutelfen. Majestätisch ragte es über uns auf, dies war nun wirklich ein Zeugnis der Macht und des Einfallsreichtums der Elfischen Nation. Stolz füllte meine Brust, und Trauer....

Wir wurden in die Gemächer des Blutwächter Takaris geführt, oder zumindest sollten wir das, denn auf halben Weg wurden wir von einem anderen Blutwächter namens Kalourin begrüßt, Takaris hätte keine Zeit und er würde sich um unsere Belange kümmern. Er war sehr daran interessiert was wir denn Alachia zu bringen gedenken. Ich wurde sofort Mißtrauisch, da war sicher eine Höfische Intrige am Gange, deshalb vermied ich es viel preiszugeben. Kurz darauf traf gottseidank Takaris ein, er verwies Kalourin des Raumes,... ja da war definitiv was am laufen. Wir übergaben ihm das Kästchen. Zu unserem Ärgerniss mussten wir dann vernehmen das der Blutefeu den wir nach Haven liefern sollten noch nicht verfügbar sei. Die Beschaffung könnte "beschleunigt" werden wenn wir Takaris einen Dienst erweisen würden. Wie könnte es auch anders sein... ich hatte da ein ganz ungutes Gefühl bei der Sache.

Wir sollten eine Gruppe von Sklavenjägern die in den Randgebieten des Waldes Namensgeber jagten finden. Generell eine Aufgabe die wir gerne übernehmen, jedoch ein Ärgernis da wir quasi dazu gezwungen worden sind.

Wie dem auch sei sind wir dann ohne weiteres aufgebrochen, jedoch nicht ohne uns eine weitere Belohnung zu sichern. Wir dürfen bei erfolgreicher Rückkehr unser Wissen in unseren Disziplinen erweitern, und von den Blutelfen lernen. Ich kann es kaum erwarten.

Wir verliessen den Wald an einer Stelle an der die Sklaventreiber zuletzt gesehen worden sind. Erleichtert atmeten wir wieder die frische Luft der Ebene.... befreit vom süßen, schweren Geruch des Blutwaldes... auf Sklavenjägerjagd.