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2. Reise nach Tureem

Mehrere Wochen sind wir nun schon unterwegs durch die Wildniss Barsaives. Alles worauf wir uns im Kaer vorbereitet hatten verblasst im Vergleich zu dieser Erfahrung. Bitterlich vermisse ich den Komfort meiner Kammern. Die anderen scheinen damit leichter umgehen zu können, besonders unser Windling Tiermeister ist kaum zu sehen, huscht immer irgendwo in der Wildniss um uns herum, begleitet von seinem Panther. Der Rest unserer Gruppe erträgt das Wetter, und unseren quängelnden Schützen mit stoischer Geduld. Und auch die endlosen Erzählungen über den glorreichen Schlangenfluss die uns D'Unken zumutet verkürzen die Tage nicht wirklich.

So wirklich entspannen kann ich nur Abends, wenn die anderen ausschwärmen um Kräuter und Pilze zu suchen, oder etwas zu jagen. Nur dann finde ich die Ruhe mich meinen Büchern zu widmen, meine einzige Verbindung zur Zivilisation!

Wir sind während unserer Reise an ein paar Gehöften vorbei gekommen, die einfachen Bewohner die in dieser gefährlichen Welt leben, mutig schon so früh die Kaers verlassen zu haben, sind gezeichnet von den Schrecken dieser Wildniss. Großes Mißtrauen schlug uns an jeder Türschwelle entgegen, und nicht selten wurden Waffen auf uns gerichtet, aus Angst wir seien verderbt, berührt von den Dämonen, die noch vor so kurzer Zeit diese Welt verüsteten.

Nur durch meine Diplomatie und der flinken Zunge von D'Unken konnten wir ein paar guten Seelen eine Nacht unter einem Dach im warmen Stroh abnötigen.

Ich mache mir schon Sorgen wie unser Empfang in Turem sein wird, aber die Aussicht auf ein Glas Wein und ein warmes Bett versetzt mich schon in eine vorsichtig optimistische Stimmung.


Nachtrag:  Noch ein "Sind wir schon da?" und ich werde wirklich erwägen meine Stimme gegen diesen ungeduldigen Shwisch zu erheben!


--> Ankunft in Turem